Beispiel einer kundenspezifischen Funktionserweiterung über Sonder-Software

Neben den Standardfunktionen in DS-6 Systemen kann die Software über IO-Module für spezielle Funktionen erweitert werden. Ein Beispiel für die Funktionserweiterung zeigt die nachfolgende Anwendung für die Alarmverteilung und Auslösung.

Alarmsoftware für kundenspezifische Anwendung

Die Software ermöglicht es von bis zu zwei MTSD drei verschiedene Alarme auszulösen.
Dabei stellt das IO-Modul fünf virtuelle DS6-Adressen zur Verfügung.
Drei Adressen für Alarmauslösung und eine Adresse für Alarmstop.
Es kann über die fünfte Adresse ein Relais am IO-Modul aktiviert oder deaktiviert werden.
Der Alarm wird auf der MTSD über die virtuelle Adresse beim IO-Modul angefordert, das IO-Modul löst den Alarm am Zielsprachspeicher (USB-Stick) aus.

Krankommunikation über WireLess LAN in DS-6 Systemen

In Industrieanlagen muss u.a. die Kommunikation zwischen den Werkshallenkränen und den
Bodenstellen auf einfachster und zeitgemäßer Art sichergestellt werden.
Im Allgemeinen muss auf den Kränen – neben den anderen Datenverbindungen über WireLess LAN,
wie z.B. Video – für die Sprachkommunikation eine separate Wireless LAN-Verbindung, aus Gründen
der sicheren Sprachdatenverbindung eingesetzt werden. Ein vorhandenes IP-Übertragungsnetzwerk
kann hierzu herangezogen werden. Die Kommunikation erfolgt dann über VLAN-Verbindungen. Entsprechend den hohen Umweltgeräuschen kommt hier die Wechselsprechtechnik zum Einsatz.
Der Kranführer soll Sprechverbindungen zu mehreren Zielorten herstellen können, muss aber
beide Hände für Steueraufgaben freihalten.
Auf den Kränen kommen so aufgelöste digitale DS-6 Einbausprechstellen mit 12er Tastatur, jeweils
ein Fußschalter, jeweils ein Einbaulautsprecher und jeweils ein Einbaumikrofon zum Einsatz.
Der Kranfunk erfolgt über WireLess LAN mittels Access Point`s.
Der Access Point ist ein Übergabemodul zur Umsetzung von Ethernet auf WireLess LAN und
umgekehrt.
Beispielsweise kann hier der Access Point „AIR-AP 1231 G“ von CISCO mit einer standardisierten Übertragungsfrequenz von 2,4 GHz und einer max. Übertragungsrate von 54 Mbit/s eingesetzt
werden. Bei freier Sicht wird eine Entfernung von ca.100m vorgegeben.
Hierbei ist es wichtig, dass eine direkte Sichtverbindung zwischen dem Access Point auf dem Kran und dem auf dem Boden eingehalten wird.
Aus diesem Grund muß der Access Point vom Boden in einer Höhe installiert werden, welche der
Höhe des Kranverlaufes entspricht.
Die nutzbare Übertragungsrate reduziert sich allerdings bei größeren Entfernungen durch den ständigen Datenverkehr zur Überwachung der Wireless LAN.